Titelblatt

Titelblatt

Das Titelblatt, auch Drucktitel oder einfach Titel genannt, trägt den Titel und eventuellen Untertitel, den Namen des Verfassers, die Namen von Herausgebern, Übersetzern, Bearbeitern, die Auflagenbezeichnung, Band- und Abteilungsnummer, Abbildungs- oder Tafelzahl, Verlag, Signet, Erscheinungsort und Jahr. Bei Abweichungen zwischen Angaben auf dem Einband und dem Titelblatt ist die Fassung auf dem Titelblatt ausschlaggebend.

Titelei

Titelei

Die dem Buchtext vorangehenden Teile (Schmutztitel, Titelblatt, Privileg, Vorwort, Geleitwort, Inhaltsverzeichnis usw.) bezeichnet man als Titelei.

Titelkupfer

Titelkupfer

Ein in das Titelblatt eingedruckter Kupferstich oder auch das ganzseitige, dem Titelblatt gegenüberstehende Kupfer (Frontispiz). Ist das Titelkupfer von kleinem Format, spricht man üblicherweise von der Titelvignette. Ist das gesamte Titelblatt in Kupfer gestochen, spricht man von gestochenem Titel oder Kupfertitel.

Titelvignette

Titelvignette

Ein auf dem Titelblatt angebrachtes, eigentlich rein ornamentales Zierstück (Vignette), vielfach aber auch mit figürlicher Darstellung.

Tonplatte

Tonplatte

Gelegentlich sind Graphiken auf einem zartfarbenen Grund gedruckt, der als Tonplatte oder Tondruck bezeichnet wird. Besonders bei Lithographien oder Holzstichen wird dieses Mittel gerne benutzt, um den Eindruck eines alten oder besseren Papiers zu vermitteln, um der Zeichnung Zusammenhalt oder Tiefe zu geben oder um ihr durch Lichter mehr Ausdruck zu verleihen. In der einfachsten Form ist es eine rechteckige Fläche, etwas größer als die eigentliche Abbildung. Meist verwendete man eine sehr helle, matte Farbe (häufig chamois oder hellgrau). Eine besondere Wirkung hat der Tondruck, wenn er gleichzeitig für Lichter genutzt wurde. Das sind ausgesparte Stellen, an denen das hellere Papier zum Vorschein kommt. Wie in der Malerei dienen diese der Erhöhung der plastischen Wirkung. Bei Ansichten wurden gerne die Wolken in einem zart getönten Himmel ausgespart.